Der menschliche Körper besteht zum größten Teil aus Wasser. Im gesunden Zustand wird der Wasserhaushalt vom Körper optimal gesteuert, damit es zu keinen Wassereinlagerungen im Gewebe kommt. Manchmal kommt es jedoch zu solchen Wasseransammlungen im Körper, die nicht nur lästig, sondern manchmal auch gesundheitsschädlich sein können.

Die Knöchel, Finger und Beine schwellen an, das Gewicht wird gesteigert, man fühlt sich nicht mehr wohl. Da das Wasser dann auf natürliche Weise nicht ausgeschieden wird, muss es auf eine andere Art geschehen. Wassereinlagerungen belasten den Kreislauf und erhöhen den Blutdruck, was auf Dauer ungesund ist und zu dauerhaften gesundheitlichen Schädigungen führen kann. Kommt es zu solchen Zuständen, sollte man am besten einen Arzt konsultieren, der dann bestimmte Herz- oder Nierenerkrankungen nach einer Untersuchung feststellen oder ausschließen kann. Von etwaigen Experimenten mit Entwässerungsmedikamenten ist abzuraten. Wassereinlagerungen im Gewebe betreffen vor allem Menschen, die im Alltag viel stehen oder die meiste Zeit im Sitzen verbringen.

Auf gesunde Weise den Körper entwässern

Der gesündeste Weg, um seinen Körper zu entwässern, ist die Anregung des Stoffwechsels. Das geschieht, indem man die Flüssigkeitszufuhr auf über zwei Liter Wasser pro Tag erhöht. Darüber hinaus sollte man bestimmte Lebensmittel, die einen hohen Wassergehalt aufweisen, häufiger verzehren. Dazugehören zum Beispiel Gurken, Alkohol und Koffein sollten dagegen gemieden werden.

Auch Salz gehört zu den Produkten, auf die man bei der Entwässerung verzichten soll. Salz hat die Eigenschaft, die Flüssigkeit zu binden und dadurch das Wasser im Körper anzusammeln. Statt Salz kann man mit frischen Kräutern und Gewürzen wie Kurkuma oder Kreuzkümmel gesund würzen. Regelmäßige Bewegung, bevorzugt an der frischen Luft (Laufen, Rad fahren oder Walken), trägt ebenso zu Wasserverlusten bei und unterstützt eine gesunde Entwässerung. Gute Ergebnisse bei Entwässerung erreicht man mit verschiedenen Pflanzen, die den Vorgang auf gesunde Weise vorantreiben.

Besonders gut geeignet sind dafür Artischocken, Spargel, oder Knoblauch. Sie besitzen eine harntreibende Eigenschaft, genauso übrigens wie Ananas, Avocado, Möhren und Zwiebeln. Während einer Entwässerungskur steht der Körper unter Belastung. Um ihn zu entlasten, sollte man tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Käse oder Milch, in seinem Menü reduzieren und lieber auf frische und unverarbeitete, pflanzliche Lebensmittel, setzen.

Mit Kräutertee entwässern

Neben den verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, die eine Körperentwässerung auf gesunde Weise fördern, sind es auch Kräutertees, die diesen Prozess erfolgreich unterstützen können. Tee aus Brennnessel, Birkenblättern, Löwenzahn, Petersilie und Schachtelhalm helfen, die lästigen Wassereinlagerungen im Körper zu reduzieren. Als ein besonders effektives Entwässerungsmittel hat sich der Brennnesseltee bewährt.

Bei Entwässerung mit Brennnesseln spricht man eigentlich von einer klassischen Entwässerungskur, die über einen Zeitraum von 4 bis maximal 10 Wochen durchgeführt werden sollte. Man sollte die vorgegebene Zeitdauer nicht überschreiten, weil Brennnessel sehr entschlackend wirkt – neben Wasser werden dadurch auch lebenswichtige Mineralstoffe ausgespült, was auf Dauer ungesund ist und den Körper schwächt. Eine Brennnesselkur kann man jedoch ohne Bedenken bis zu 2 Mal im Jahr durchführen. Für die Vorbereitung eines Brennnesseltees geht man folgendermaßen vor:

  1. Acht Teelöffel getrockneter oder frischer Brennnesselblätter auf einen Liter Wasser nehmen.
  2. die Blätter mit kochendem Wasser übergießen.
  3. 10 Minuten ziehen lassen und den Tee durch ein Sieb gießen. Der so zubereitete Tee kann über den Tag verteilt – sowohl warm als auch kalt – getrunken werden.
  4. damit die gesunde Wirkung des Brennnesseltees nicht reduziert wird, sollte man auf zusätzliche Mittel, wie Zucker, verzichten und den Tee pur trinken.

Wirkung des Brennnesseltees auf den Körper

Brennnessel, neben seiner harntreibenden Wirkung, enthält viele lebenswichtige Mineralien und Vitamine. In den jungen Brennnesselblättern findet man sieben Mal mehr Vitamin C, als in einer Orange. Der Eiweißgehalt lässt sich auch sehen – Brennnessel ist proteinreicher als zum Beispiel die Sojabohnen. Mit dem Verzehr von Brennnesseln versorgt man den Körper zusätzlich mit Eisen Magnesium, Kalzium, Kalium, Silizium und mit Vitamin A. Der hohe Vitamin C Gehalt trägt zur Stärkung des Immunsystems bei, Eisen unterstützt die Blutbildung und Kalzium ist bei Knochenaufbau unverzichtbar. Das alles sind jedoch nur Begleitwirkungen des Brennnessels, die wichtigste Eigenschaft bleibt ihre unterstützende Wirkung bei Entwässerung und Entschlackung. Brennnessel regt den Stoffwechsel an, was beispielsweise beim Abnehmen eine wichtige Rolle spielt. Für Nieren- und Herz-Kreislauf-Patienten ist die entwässernde Wirkung des Brennnessels sehr positiv, weil dadurch der Kreislauf entlastet wird.

Die Nebenwirkungen beachten

Neben vielen Vorteilen, vor allem bei der Entschlackung und Entwässerung des Körpers, bringt jedoch der Verzehr vom Brennnesseltee einige Nebenwirkungen mit, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen soll:

  • Brennnessel wirkt anregend: Der Aufguss aus Brennnesselblättern wirkt anregend und kann zu Herzrasen führen, was für Menschen mit schwachem Kreislauf problematisch sein könnte. Deshalb sollten Herzpatienten immer einen Arzt fragen, bevor sie mit einer Brennnesselteekur beginnen.
  • die harntreibende Wirkung des Tees: Diese Nebenwirkung kann unter Umständen ziemlich lästig sein. Vor allem am Kuranfang sollte man drei Mal mehr Wasser als Brennnesseltee trinken, was einen häufigeren Besuch der Toilette auf sich zieht.
  • Schlafstörungen und Depressionen: Der Brennnesselaufguss kann unter Umständen zu Schlafstörungen oder sogar zu Depressionen führen, was zum Beispiel während einer Schwangerschaft gefährlich sein könnte.

Weitere nützliche Tipps zu natürlicher Entwässerung

Mit den folgenden Entwässerungstipps sind Sie auf der sicheren Seite:

  • versuchen Sie, eine Entwässerungskur mit Brennnessel- oder Kräutertee zu machen
  • da sich das Wasser insbesondere in den Waden sammelt, ist eine ausreichende Motorik in diesem Bereich besonders wichtig
  • Muskelübungen verbessern die Pumpfunktion der Körpermuskulatur und dadurch die richtige Ausscheidung des Wassers
  • getrocknete Wacholderbeeren, am Morgen gekaut, unterstützen den Entwässerungsvorgang
  • die Flüssigkeitszufuhr am Tag sollte entsprechend erhöht werden (mindestens 2 Liter).
  • Massage verbessert die Entschlackung und Entwässerung des Körpers
  • eine entwässernde Diät ausprobieren – zum Beispiel drei Tage lang nur Reis pur oder Kartoffeln verzehren, dazu drei frische Gurken oder Tomaten nehmen
  • viel Bewegung, um den Stoffwechseln anzukurbeln.

About Udo

Nachdem die Waage definitiv zu viel anzeigt, stehen nun gesunde Ernährung und Sport auf dem Programm. Hierbei werde ich einige Fitnessprogramme und Zubehör testen und darüber berichten....

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