Geduld: Ein wichtiges Trainingsprinzip

Lauftraining auf dem Laufband
Lauftraining auf dem Laufband

Geduld zahlt sich nicht nur im täglichen Leben aus, sondern sie spielt auch im Fitnesstraining eine wichtige Rolle. Sie wurde jedoch in den heutigen schnelllebigen Zeiten beinahe vergessen, was auch den Trainingsbereich betrifft.

Fitnessbranche verspricht den Sportlern schnelle und leichte Trainingserfolge, die mittels speziellen Diäten und Supplementen problemlos erreicht werden können. Ohne Geduld wird man jedoch auf gewünschte Trainingsergebnisse leider vergeblich warten müssen. Auf die lange Sicht gesehen darf man seine fokussierten Trainingsziele nicht nur auf Ernährung, Supplemente oder Wundertrainingspläne bauen.

Geduld als Trainingsprinzip

Mit Geduld ist eine der wichtigsten Eigenschaften gemeint, die im Leben jedes Sportlers einen festen Platz haben sollte. Unter dem Begriff „Geduld“ versteht man das „Ertragen unerfreulicher Umstände oder Ereignisse“. Damit werden in erster Linie die Strapazen und die Opfer gemeint, die jeder Sportler auf seinem Weg zum Erfolg erleben muss. Geduld muss gelernt werden, damit man auch im sportlichen Bereich zu Vervollkommnung gelangt.

Wenn Trainingserfolge zu lange auf sich warten lassen, ist es in den meisten Fällen auf die fehlende Geduld des Sportlers zurückzuführen. Andere Faktoren, die für das Ausbleiben des Erfolges verantwortlich sein können, sind Ernährung und der Lifestyle.

Was Ernährung und Geduld verbindet

Entsprechende Ernährungsweise ist vor allem im Krafttraining besonders gefragt. Wenn man in einem bestimmten Trainingszyklus seine Ernährung umgestellt hat, um das angepeilte Ziel zu erlangen, kann man nicht erwarten, dass innerhalb von 2-3 Wochen die ersten Ergebnisse sichtbar werden.

Wenn Sie ungeduldig die Ernährungsgewohnheiten ständig wechseln, weil die Ergebnisse zu lange auf sich warten lassen, bringen Sie Ihren Stoffwechsel erst recht aus der Bahn. Bleiben Sie fürs Erste bei dem Ernährungsplan und hören Sie aufmerksam auf Ihren Körper, der besser weiß, was ihm gut tut und was nicht. Die ersten Erfolge kommen bestimmt, man muss nur entsprechende Portion Geduld abrufen können.

Sich fit schlafen

Wenn man Erfolge im sportlichen Bereich sehen möchte, muss man gut ausgeschlafen sein. Ohne ausreichend Schlaf bleiben die Trainingserfolge um Einiges länger auf sich warten, weil der Körper diese Auszeit unbedingt braucht, um abzuschalten und die Abfallprodukte des Stoffwechsels abzubauen. Schlafmangel hat nämlich gravierende Auswirkungen auf den Stoffwechsel.

Bei zu wenig Schlaf wird Cortisol (Stresshormon) ausgeschüttet und auch der Blutzuckerspiegel bleibt auf einem hohen Level. Dadurch wird der Stoffwechsel gehemmt, der vor allem während der Ruhephasen und in der Nacht besonders aktiv ist. Als Folgen baut der Körper mehr Fettpolster auf und es fehlt Ihnen oft die Energie, um eine geplante Trainingseinheit ordentlich durchzuführen. Bewegung und Schlaf sind voneinander abhängig: Ohne ausreichend Bewegung kein guter Schlaf, ist man dagegen nicht optimal ausgeschlafen, kann man im Training nicht sein Bestes geben.

So sorgen Sie für eine gute Schlafqualität:

  • versuchen Sie, so wenig wie möglich mit dem Auto zu fahren. Falls es die Entfernung erlaubt, fahren Sie täglich in die Arbeit mit dem Rad statt mit dem Wagen. Die Vorteile für Sie: Sie werden im Job wacher und kommen viel entspannter von der Arbeit zurück. Sind Sie doch auf das Auto angewiesen, parken Sie womöglich etwas weiter von der Firma weg, damit Sie zumindest eine kurze Strecke zu Fuß bewältigen können. Das betrifft auch den Bus oder die U-Bahn: Immer eine Haltestelle oder Station früher aussteigen.
  • Bewegung im Büro: Das Sitzen am Bürotisch tut unserem Körper nicht gut. Deswegen sollte man so oft wie möglich aufstehen, auch beim Telefonieren lieber stehen bleiben als auf dem Bürostuhl sitzen. Benutzen Sie auch Treppe statt Lift. Anstelle eines Schreibtischstuhls sollte man einen beweglichen Sitz verwenden, auf dem man ständig sein Gleichgewicht halten muss, was zu einem die Muskeln stärkt und die Wirbelsäule trainiert.
  • Freizeit: Um besser zu schlafen, sollte man mindestens zweimal pro Woche den Kreislauf für mindestens 30 Minuten auf Trab bringen. Je öfter Sie das machen desto besser. Es ist viel sinnvoller, dreimal in der Woche jeweils 30 Minuten zu trainieren, als nur einmal zwei Stunden. Hier wären alle Ausdauersportarten wie Laufen, Rad fahren, Schwimmen oder im Winter Skilanglaufen optimal.
  • Zu Hause: Nicht immer ist man so flexibel (Kinder), um das Haus für ein Training regelmäßig verlassen zu können. In solchem Fall kann man sich zum Beispiel ein Trainingsgerät, wie etwa ein Fahrradergometer oder einen Crosstrainer, kaufen, um sich zu Hause fit halten zu können. Das gelingt wunderbar vor dem Fernseher, das lenkt von der Eintönigkeit des Haus-Work-outs ein wenig ab.
  • Spaziergänge am Abend können Wunder bewirken. Am frühen Abend oder nach dem Abendessen zu Spazieren hat eine positive Wirkung auf die Schlafqualität. Diejenigen, die einen Hund haben den sie jeden Abend ausführen müssen, wissen davon längst Bescheid. Das befreit den Kopf, füllt die Lungen und Gehirn mit frischem Sauerstoff und kurbelt sogar den Stoffwechsel an, damit man nicht mit vollem Magen schlafen gehen muss.

Den Trainingsplan nicht zu oft wechseln

Ein Trainingsplan dient dazu, den Körper im Laufe der Zeit auf einen gewünschten Trainingslevel zu bringen. Trainingseinheiten sollten den Körper an die Trainingsbelastungen langsam gewöhnen, um die gewünschte Reaktion hervorzurufen. Dabei kann man gleich zwei Fehler machen: Falls man den Punkt verpasst, an dem der Körper den angepeilten Level erreicht hat, bleibt auf die Dauer gesehen der gewünschte Erfolg aus. Aber auch wenn man den Plan zu schnell ändert, bevor die gewünschten Reaktionen sichtbar sind, bleibt man nicht nur erfolglos, sondern man kann durch falsches Training Übertrainingsreaktionen auslösen. Deshalb muss die Trainingsintensität genauestens abgestimmt sein, wie auch der Trainingsinhalt.

Wechseln Sie optimalerweise moderate mit intensiveren Trainingseinheiten, damit das Training und die Trainingsreize abwechslungsreich sind. Empfehlenswert bleibt auch, andere Sportarten oder Bewegungsformen in das eigentliche Training zu integrieren, was auch gut für die Psyche ist.

Entspannt und Stressfrei

Bleiben Sie frei von Stress

Stress ist der genaue Gegenspieler von Geduld. Im Alltag haben wir meistens mit dem sogenannten negativen Stress zu tun, was als Folgen beispielsweise Frustessen (Gewichtszunahme) und das Ausschütten des Stresshormons Cortisol mit sich bringt (der wiederum den Fettstoffwechsel verlangsamt). Bei Stress wird zusätzlich Adrenalin ausgeschüttet, was zu Anregung der Sympathikusfunktionen im Nervensystem führt.

Negative Folge: Blutdruckerhöhung. Man soll bedenken, dass nicht nur der berufliche Alltag Stressreaktionen hervorrufen kann. Zu Stresssituationen kann auch im Training kommen, falls man sich krampfhaft an den festgesetzten Zielen hält und Wünsche fokussiert, die vielleicht momentan nur schwer oder kaum zu erreichen sind.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*