Ultimate Fighting Championship: UFC in Stockholm

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(Foto: Stephan L.)

Vor knapp zwei Wochen gastierte die UFC (Ultimate Fighting Championship) zum dritten Mal in diesem Jahr auf europäischem Boden. Nachdem bereits Berlin und Dublin eine Veranstaltung der wohl bekanntesten Event-Serie des MMA-Sports austragen durften, war diesmal die schwedische Hauptstadt Stockholm an der Reihe.

Am 4. Oktober lud die UFC zur UFC Fight Night 53 in den Stockholmer Ericsson Globe bzw. Globen, wie die Einheimischen das kugelförmige Gebilde nennen; Stephan vom MMAblog war dabei und hat eine Zusammenfassung für uns geschrieben.

Zwar ist Skandinavien bekanntermaßen nicht das günstigste Fleckchen Erde und das Wetter meinte es während unseres dreitägigen Aufenthalts auch nicht ganz so gut mit uns, trotzdem war es insgesamt ein sehr gelungenes Event, auch wenn die Kämpfe zumindest aus skandinavischer Sicht wohl alles andere als wünschenswert verlaufen sind. Nachdem die einheimischen Fans ihre Helden am Freitag noch bejubeln konnten, machte sich Samstag nach dem Event ein wenig Ernüchterung breit.

Für alle, die bisher noch nie auf einem Kampfsportevent waren, sei an dieser Stelle in knappen Worten das Prozedere erklärt. Normalerweise werden die Athleten einen Tag vor dem eigentlichen Event gewogen. Passt das Gewicht zum Limit der Gewichtsklasse,in der man antritt, passiert nichts. Passt das Gewicht nicht, hat man zwei Stunden Zeit, um noch ein paar Gramm „abzukochen“. Wiegt ein Sportler dann immer noch zuviel, muss er 20% seiner Kampfbörse abgeben.

Da das Event in Stockholm an einem Samstag stattfand, wurden die Kämpfer Freitag eingewogen. Alle konnten das entsprechende Gewicht bringen und vor allem die skandinavischen Kämpfer wurden im Globen frenetisch gefeiert. Das sollte sich 24 Stunden später ändern.

In insgesamt 11 Kämpfen traten 7 Sportler aus Skandinavien an – neben sechs Schweden auch der Isländer Gunnar Nelson, der den Hauptkampf gegen den US-Amerikaner Rick Story bestritt. Am Ende des Abends konnten nur Nico Musoke sowie Magnus Cedenblat Siege erringen, die übrigen skandinavischen Kämpfer verließen das wohl berühmteste Octagon der Welt als Verlierer.
Vor allem die Niederlagen von Niklas Backström und Ilir Latifi, die in letzter Zeit zu Aushängeschildern der neuen Generation schwedischer MMA-Kämpfer geworden sind, dämpften die Stimmung des Publikums zumindest vorübergehend. Backström ging bereits nach 80 Sekunden durch einen harten Treffer seines englischen Kontrahenten Mike Wilkinson schwer KO, während Latifi durch einen Lebertritt getroffen wurde und der Ringrichter den Kampf kurz darauf abbrechen musste, da der Schwede sich gegen die nachfolgenden Schläge seines Gegners Jan Blachowicz nicht mehr intelligent verteidigen konnte.

Während die Schweden diesmal also nicht viel zu lachen hatten, lieferte ein Deutscher den Kampf des Abends. Die Rede ist von Dennis Siver, einem der erfolgreichsten Deutschen im MMA-Sport, der nach neunmonatiger Sperre erstmals wieder im Octagon der UFC stand.

Der Mannheimer zeigte eine beeindruckende Leistung gegen den starken US-Amerikaner Charles Rosa, der sein UFC-Debüt gab. Siver machte deutlich, dass er trotz seiner 35 Jahre noch lange nicht zum alten Eisen im MMA gehört und zeigte sowohl im Stand als auch auf dem Boden Fähigkeiten der Extraklasse. Dass auch UFC-Präsident Dana White das ähnlich sah, wurde nach dem Kampf deutlich, als White Sivers Kampf zum „Fight of the Night“ erklärte, was dem Mannheimer und seinem Kontrahenten jeweils weitere $50.000 Prämie einbrachte.

Dennis Siver beim UFC in Stockholm
Dennis Siver beim UFC in Stockholm (Foto: Stephan L.)

Im anschließenden Interview äußerte sich Siver sehr zufrieden mit dem Kampfverlauf und deutete gleichzeitig an, dass er seinen Gegner vor dem Kampf nicht als so stark eingeschätzt hätte. Er habe seine taktischen Vorgaben jedoch umsetzen können und wolle im Federgewicht nochmal voll angreifen. Sein Ziel bleibe nach wie vor ein Titelkampf.

Gegen wen er dabei als nächstes in den Ring steigt, sei ihm egal. Da er im Duell mit Rosa aber keinerlei Verletzungen davon getragen habe, sei er sehr an einem weiteren Kampf noch in diesem Jahr, bestenfalls im Dezember gegen einen Gegner aus den Top 10, interessiert.

So oder so festigte Siver seine Position als einer der besten Kämpfer im Federgewichtslimit der UFC. Während der nächste Auftritt des Mannheimers noch nicht feststeht, wird bald ein weiterer Deutscher das Octagon der UFC betreten. Der Kölner Polizist Nick Hein, der sein UFC-Debüt in Berlin im Mai dieses Jahres gewinnen konnte, wird in knapp sechs Wochen gegen James Vick in Austin, Texas in den Ring steigen. Wir drücken die Daumen!

Im Gegensatz zu Sivers Kampf werden wir Heins zweiten Auftritt im Octagon wohl leider nicht live am Ring erleben dürfen. Während der Kurztrip nach Schweden finanziell doch schon recht anspruchsvoll war, spielt ein Ausflug nach Texas eindeutig in einer anderen finanziellen Liga. Wer wie wir den Kampf des „Seargants“ trotzdem live sehen will, kann bei ufc.tv vorbei schauen. Dort werden alle Events der UFC kostenpflichtig gestreamt. Wir, soviel steht fest, werden sicherlich live vor dem Bildschirm mitfiebern.

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